10. Dezember 2006...9:00 Uhr vormittags

Gier oder Augenmass (das Wort zum Sonntag).

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Es war gestern, ich war Weihnachtsgeschenke kaufen. Es war in Bern. Dort im Merkur gibt es diese Kaffeebohnen, die mit Schokolade umhüllt sind. Recht teuer, aber besser als all die noch viel teureren Dinge, was man aus Schokolade machen kann. Nun schaufelte ich also darauf los. Ein Löffel. “Ou ja die si mega fein” (eine Kollegin). Zwei Löffel. “Für wär si die?” (nochmals die Kollegin). Beim dritten Löffel als Antwort ein vielsagendes Kopfnicken in Richtung des Kollegen, der drei Regale neben mir schaufelt). Löffel Nummer vier: “Ässet ier die alli elei?” (eine Verkäuferin). Die solle doch froh sein, dass ich in ihrem Geschäft so viel kaufe, dachte ich bei Löffel Nummer fünf. Und endlich hörte ich auf schaufeln und knöpfe die Tüte zu und ging zur Kasse. Und dann - CHF 15.40 stand grün auf schwarz auf der Anzeige. So viel Geld hatte ich natürlich dabei, sogar noch mehr. Aber ich wollte noch einige Geschenke kaufen und eigentlich hatte ich keine Lust, soviel Geld für dieses Geschenk auszugeben. Und auf das Naschwerk auf zwei Geschenke aufteilen konnte ich auch nicht so gut, dann wäre es langsam schäbig geworden. Hmm. Ich bezahlte, kaufte die anderen Geschenke und ging nach Hause. Schenken macht Freude, aber manchmal ärgere ich mich beim Schenken über mich selber. Nicht das es die Kollegin nicht wert gewesen wäre, aber ich hatte einfach so ein zwei Löffel mehr als nötig gekauft. Ich schenke sehr gerne, aber ich beschenke nicht gerne Geschäfte. Und gierig bin ich auch nicht gerne. Wobei eigentlich: ich war nicht gierig, schuld an meinem Fehlkauf Überkauf war nicht meine Gier, sondern mein etwas mangelhaftes Augenmass für Gewichte Handmass, auf dem Schild stand ja: “100g CHF 3.40″
Die Kaffebohnen kann ich trotzdem empfehlen. Den Preis und wieviel Sie nehmen sollten, wissen Sie jetzt ja.

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