10. März 2008...10:12 Uhr nachmittags
Vom Teufel.
Ein Gespenst geht um in der Schweiz, das Hirngespinst des Teufels. Wie ich heute in 20 Minuten lesen durfte, stellt die katholische Kirche in der Schweiz zusätzliche Exorzisten ein. Angebot und Nachfrage. Offenbar gibts hierzulande immer mehr vom Teufel Besessene, die sich einer fachmännischen Behandlung unterziehen wollen. Und da reichen die zwei bisherigen Teufelsaustreiber nicht mehr aus. Angebot und Nachfrage. Irgendwie erinnert mich das an die Plattenbosse, die die lauen Alben und Singles ihrer eigenen Schützlinge kaufen gehen, um sie damit in die Hitparade zu pushen. Denn der Teufel ist ja das gleiche wie Gott, nur anders. Die Menschen schufen Gott nach ihrem Ebenbild, und mit ihm den Teufel. Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los, der Teufel machte sich selbstständig und jetzt hat man die Schweinerei. Also wird ausgetrieben.
Auf 20min.ch fand ich ausserdem ein Interview mit einem polnischen Exorzisten, der aus seiner Berufspraxis erzählt:
Ein Exorzismus besteht vor allem aus Gebeten. Es gibt keine speziellen Formeln dazu. Manchmal setzt man auch Weihwasser ein. Wichtig ist in jedem Fall der Glaube, dass Gott stärker als alles Böse ist. Manchmal muss man lange beten, bis die Erlösung kommt. Aber am Ende gewinnt immer Gott, auch wenn das Böse ganz besonders stark in Erscheinung tritt. Gott ist stärker als alles Böse und alles, was Angst macht.
Man geht also zum psychisch Kranken hin, glaubt daran, dass Gott stärker als das Nichts (der Dämon existiert ja höchstwahrscheinlich nicht) ist - und weg ist der Teufel. Vielleicht sollten sie damit mal zu The Next Uri Geller.
Eine Antwort hinterlassen